Auf die Gesundheit

Verhütung per Computer

Sie brachte einst ganze Denk-Imperien ins Wanken und sorgte ab den siebzigern für die sexuelle Revolution: die Anti-Baby-Pille. Doch in den letzten Jahren gibt es immer mehr Frauen, die sich gegen die hormonelle Verhütung entscheiden und daher nach anderen Möglichkeiten suchen.

Neben den so genannten Barriere Methoden, bei denen Kondome, Diaphragma oder eine andere Sperre verwendet werden, kommen auch Verhütungsmethoden in Frage, die dem Zyklus der Frau gemäß die fruchtbaren Tage der Frau bestimmen. Denn eine Frau ist nicht jeden Tag des Monats in der Lage schwanger zu werden. Geht man von einer optimalen Überlebenszeit von Spermien im weiblichen Körper aus, so besteht tatsächlich nur bis zu sechseinhalb Tage pro Monat die Möglichkeit, dass eine Eizelle befruchtet wird. Verzichtet die Frau nun genau an diesen Tagen auf Geschlechtsverkehr oder verhütet das Paar in dieser Zeit konsequent mit einer anderen sicheren Methode, so kann eine Schwangerschaft recht sicher ausgeschlossen werden.
[showads ad=googleadsense] Bei der Bestimmung dieser fruchtbaren Tage helfen heutzutage so genannte „Verhütungscomputer“. Mit Hilfe dieser Computer können die Daten ausgewertet werden, die zyklusabhängige Vorgänge im Körper der Frau bewirken. Dabei gibt es zwei Prinzipien mit deren Hilfe diese Geräte die „gefährlichen“ Tage ermitteln.

Zum Einen wird anhand der morgendlichen Körpertemperatur der Moment des Eisprungs ermittelt und zum anderen kann mit Hilfe von Teststreifens im Morgenurin die vermehrte Ausschüttung der beiden Stoffe LH (luteinisierendes Hormon) und Estron-3-Glucoronid ermittelt werden. Ein vermehrter Ausstoß von LH bewirkt den Eisprung im Körper der Frau und das E3G ist das Abfallprodukt eines zyklussteuernden Östrogens, das mit dem Harn ausgeschieden und somit leicht messbar ist.

Die Verhütungscomputer geben nach einigen wenigen Monaten, in denen Sie sich auf den individuellen Zyklus der Anwenderin einstellen, einfach durch Symbole an, an welchen Tagen eine Befruchtung möglich ist. Voraussetzung dafür, dass die Prognose eines solchen Computers stimmt, ist, dass der Zyklus der Frau regelmäßig ist und nicht weniger als 23 aber auch nicht länger als 35 Tage dauert. Die Zykluslänge können Sie ganz einfach ermitteln, indem Sie den Abstand vom ersten Tag einer Blutung bis zum nächsten ersten Tag zählen. Liegt Ihre Zyklusdauer nicht in diesem Rahmen, ist sie also länger oder kürzer, so ist die Computermethode für Sie nicht geeignet.

Frauen ab dem Beginn der Wechseljahre oder wenn Sie unter Hormonstörungen egal welcher Art leiden, sollten sich zuerst mit Ihrem behandelnden Gynäkologen besprechen.

Doch selbst unter optimalen Bedingungen und Verzicht auf Sex an den „gefährlichen Tagen“ erreicht die Computermethode nicht die gleiche Sicherheit, wie hormonelle Verhütungsmethoden.