Auf die Gesundheit

Sport ist Mord? So macht Bewegung Spaß!

Theoretisch ist uns allen bewusst, dass Bewegung nicht nur gut für die schlanke Silhouette, sondern auch unerlässlich für eine gesunde und vitale Lebensführung ist. 30 Minuten Sport am Tag ist die empfohlene Tagesdosis und sollte eigentlich auch leicht zu schaffen sein. Doch in der Praxis fällt es vielen schwer, sich zu überwinden und die tägliche Bewegungseinheit in den Alltag einzubauen. Wenn sich zu der Unlust am Folgetag Muskelkater, Rückenschmerzen und sonstige Wehwehchen einstellen, wird die Devise „Sport ist Mord“ schnell zur beliebten Ausrede, die guten Vorsätze über Bord zu werfen. Beinahe jeder zweite Deutsche treibt keinen oder kaum Sport. Doch das muss nicht sein. Wer richtig an die Sache rangeht, wird schnell entdecken, dass Sport einen Mordsspaß bereiten kann.

Darum ist Sport kein Mord

Der Fakt lässt sich einfach nicht wegreden: Sport ist gesund! Durch regelmäßige sportliche Betätigung wird:

  • der Kreislauf stabilisiert und
  • das Immunsystem deutlich gestärkt.

Die bessere Durchblutung führt zu einer Entspannung der Blutgefäße. Durch die Bildung neuer Kapillare wird so gegen Bluthochdruck vorgebeugt. Die Herzmuskulatur wird gekräftigt. Sport schützt also ebenso vor gefährlichen Herz-Rhythmus-Störungen. Auch auf die Cholesterin-Werte wirkt sich sportliches Training mehr als positiv aus. Sport fördert einerseits das LDL-Cholesterin, das umgangssprachlich als das „schlechte“ Cholesterin bekannt ist, und führt hingegen zu einer Erhöhung des positiven HDL-Cholesterins. Dies beugt wirksam Arteriosklerose vor, das Risiko eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalls wird dadurch deutlich gesenkt.

Ferner baut der Körper beim Training erhöht Zucker ab, so dass Sport erheblich zur Senkung des Blutzuckerspiegels beiträgt und damit ein wirksamer Schutz gegen Diabetes darstellt. Selbst Menschen, die bereits an Diabetes erkrankt sind, können durch regelmäßiges Sportrisiko das Maß ihrer Erkrankung beeinflussen.

Nicht zuletzt führt regelmäßiger Sport zu einer gesunden und dauerhaften Reduktion des Körpergewichts. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch der Gesundheit mehr als förderlich, da Übergewicht eine Vielzahl von Folgeerkrankungen nach sich zieht.

Neben den körperlichen Aspekten ist auch die geistige Fitness nicht zu vernachlässigen, die durch körperliche Betätigung ebenso gestärkt wird. Auch das Gehirn wird besser durchblutet und ist zu größerer Leistung fähig. Sport ist zudem ein hervorragendes Mittel zum Stressabbau und führt dauerhaft zu einer größeren körperlichen wie auch psychischen Stressresistenz.

Ohnehin lässt sich feststellen, dass einem gesunden, durch Sport gestärkten Körper oft auch ein gesunder Geist innewohnt. Somit ist Sport definitiv kein Mord, sondern Lebenselixier für Körper und Psyche.

Sport treiben, aber richtig!

Natürlich kann Sport auch äußerst ungesund sein, wenn man ihn nicht richtig betreibt. Besonders wer nach einer längeren Sportpause sich entschließt, wieder Bewegung in den müden Körper zu bringen, sollte mehr als behutsam und achtsam mit sich umgehen.

Zunächst empfiehlt es sich für Wiedereinsteiger oder solche, die bislang noch gar keinen Sport getrieben haben, sich einem sportmedizinischen Gesundheitscheck beim Arzt zu unterziehen und ihm von den Plänen zu berichten. Gemeinsam mit dem Arzt lassen sich eventuelle Vorerkrankungen, Beeinträchtigungen und in Frage kommende Sportarten klären. Denn je nach Gesundheitszustand und persönlicher Vorgeschichte ist nicht unbedingt jede Sportart geeignet und kann im schlimmsten Fall mehr schaden als nutzen.

Wenn man die richtige Sportart für sich gefunden hat, ist es wichtig, langsam und gemäßigt einzusteigen. Der Körper muss sich an die Belastung erst einmal gewöhnen. So ist es besser, erst einmal ein- oder zweimal in der Woche mit nur wenigen Minuten zu starten und die Häufigkeit und die Dauer dann im Laufe der Zeit stetig zu erhöhen. Ebenso sollte die Intensität der ausgeführten Sportart nur langsam gesteigert werden. Anfangs gilt die Faustregel: Man sollte sich nur so intensiv bewegen, dass es einem noch möglich ist, bei dem Ausführen der Sportart zu sprechen. Zeigt sich Atemlosigkeit, Hecheln oder gar Seitenstechen, sollte man die Intensität senken. Ebenso ist es wichtig, dem Körper ausreichend Ruhepausen zwischen den Trainingseinheiten zu geben. Nach einem Training ist es somit anfangs sinnvoll, einen sportfreien Tag einzulegen, um sich zu regenerieren.

Um Fehlbelastungen, Sportverletzungen und Überanstrengungen zu vermeiden, ist es besonders in der Anfangszeit wichtig, sich von einem Experten in der gewählten Sportart beraten und begleiten zu lassen um sicher zu gehen, die Übungen auch korrekt auszuführen. Nur dann zeigt im Laufe der Zeit das Training erste Ergebnisse und bringt Freude.

Den inneren Schweinehund überwinden

Er ist der Feind jeden guten Vorsatzes: Der innere Schweinehund, der dazu tendiert, das heimische Sofa, das gute Buch oder den Fernseher als attraktivere Freizeitbeschäftigung erscheinen zu lassen, statt sich in die Sportklamotten zu zwängen. Diesen Schweinehund gilt es immer wieder aufs Neue zu überwinden.

Wichtig ist hierbei zunächst, sich Ziele zu stecken, die auch realistisch sind. Schier unüberwindbare Hindernisse bringen einen eher dazu, von vorneherein wieder aufzugeben. In kleinen Schritten kommt man leichter ans Ziel.

Um während der Trainingseinheiten keine Langeweile aufkommen zu lassen, empfiehlt es sich, diese so interessant und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Wer regelmäßig joggen geht, kann beispielsweise verschiedene Routen wählen. Wer auf einem Laufband trainiert, kann dabei über Kopfhörer ein Hörbuch oder gute Musik hören und sich so von der vielleicht etwas monotonen Bewegung abzulenken.

Die Trainingseinheit sollte fest in den strukturierten Tagesablauf eingebaut werden. Dazu kann man das Training als festen Termin im Kalender eintragen und sich mittels der elektronischen Medien selbst daran erinnern lassen. Der Sporttermin sollte sich quasi wie eine Verabredung mit sich selbst anfühlen, nicht wie eine Option, die sich beliebig aufschieben lässt.

Wem es dennoch schwer fällt, sich zu einem regelmäßigen Training aufzuraffen, sollte Gleichgesinnte suchen und sich mit ihnen zum gemeinsamen Trainieren verabreden. Zum einen macht jede Sportart einfach mehr Spaß, wenn sie mit anderen gemeinsam betrieben wird. Zum zweiten ist die Verabredung mit einem Trainingspartner verpflichtend und bringt die Stimme des inneren Schweinehundes automatisch zum Schweigen.

Wer sich einmal aufgerafft hat, wird schnell feststellen, dass er zunehmend Freude am regelmäßigen Training entwickelt.

Die richtige Sportart finden

Sport ist nicht gleich Sport. Die Auswahlmöglichkeiten sind so vielfältig, dass es kaum vorstellbar ist, dass nicht jeder eine Sportart finden kann, die ihm Spaß bereitet und seinen Neigungen, Interessen und körperlichen Zustand entgegenkommt. Ob Schwimmen, Laufen, Radeln, Tanzen, Aerobic, Skaten, Walken oder Pilates: Wer sich noch nicht sicher ist, welche Sportart ihm Freude bereitet, sollte alle Angebote in Betracht ziehen und sich zu verschiedenen Probestunden anmelden. Es wird sich früher oder später eine Sportart finden lassen, die überraschend viel Spaß macht.

Sich selbst belohnen

Ein gesunder Körper ist eigentlich Belohnung genug. Dennoch sollte man sich ruhig selbst auch zusätzlich für die aufgebrachte Disziplin belohnen. Ein leckeres (aber bitte leichtes) Essen nach dem Sport, ein kühles Getränk oder ein Eis fühlen sich mehr als verdient an, wenn man weiß, dass man vorher entsprechend etwas geleistet hat. Wer ein Fitnessstudio besucht, kann sich im Anschluss an das Training vielleicht in der Sauna erholen. Aber auch zuhause ist eine extraheiße Dusche eine Wohltat. Sich dann vielleicht auf die Couch zu legen und sich ein gutes Buch zu gönnen, fühlt sich nach dem Sport umso besser an. Wichtig ist, sich nicht nur während des Trainings, sondern auch danach rundum wohl in seiner Haut zu fühlen.