Auf die Gesundheit

Spitzwegerich – einheimische Pflanze mit Heilwirkung

Erst eine Gruppe von Wissenschaftlern sorgte für eine steigende Bekanntheit einer einheimischen Pflanze: der Spitzwegerich. Diese Wissenschaftler untersuchten ausführlich die Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs und deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Dabei stellten sie Erstaunliches fest. Der Spitzwegerich besitzt eine heilende Wirkung bei Erkrankungen der Atemwege sowie des Mund- und Rachenraums. So wirken die Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs gut bei Husten und bei Halsschmerzen. Auch bei kleinen Wunden zeigte der Spitzwegerich seine Wirkung.

Wie sieht Spitzwegerich aus?

Spitzwegerich ist eine Pflanze, die vor allem in Parks, in Feldern, am Wegesrand und in Fettwiesen vorkommt. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 50 cm und ist am charakteristischen walzenförmigen Blütenstand, der sich an einem langen Stiel befindet, erkennbar. Die Blätter der Pflanze sind schmal und enden spitz. Im Gegensatz zur Blüte erreichen sie keine großen Höhen. Sie befinden sich eher in Erdbodennähe.

Das Ernten des Spitzwegerichs gestaltet sich aufgrund der langen Wurzel des Spitzwegerich recht schwierig. Die verästelte Wurzel kann bis zu 60 cm tief in die Erde reinwachsen.

Was wird beim Spitzwegerich verwendet?

Der Spitzwegerich kann im Gegensatz zu anderen Heilpflanzen in seiner gesamten Form verwertet werden. Bereits im Mittelalter setzten Heiler die heilende Wirkung der Spitzwegerich bei kleinen Wunden ein.

Beim Spitzwegerich werden die Blätter und die ganze Pflanze genutzt. Die Verwertung des Spitzwegerichs variiert je nach Art der Anwendung. Für die Zubereitung von Spitzwegerich-Tee werden ausschließlich die Blätter des Spitzwegerichs verwendet.

Zur Zubereitung von Spitzwegerich-Sirup werden jedoch nur die Blätter und die Blätter genutzt. Lediglich die Wurzel bleibt außen vor.

Wie wirkt Spitzwegerich auf die Gesundheit?

Spitzwegerich beinhaltet Schleimstoffe, Gerbstoffe, Iridoidglycoside, Kieselsäure und Saponin. Alle diese Inhaltsstoffe besitzen eine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus. So schützen die Schleimstoffe des Spitzwegerichs hervorragend bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Der so entstehende Schutzfilm beruhigt Halsschmerzen und trockenen Husten.

Spitzwegerich wirkt auch entzündungshemmend und antibakteriell. Vor allem das in Spitzwegerich enthaltene Aucubin hemmt das Wachstum bestimmter Bakterien im Harnweg.

Bei kleinen Verletzungen der Haut schafft der Saft der Spitzwegerich-Blätter wahre Wunder. Selbst bei Insektenstichen, Schürfwunden und leichten Verbrennungen hilft der Spitzwegerich-Saft. Das kann gerade bei Wanderungen sehr hilfreich sein, wenn keine ärztliche Versorgung möglich ist.

Bei Entzündungen des Darms und des Magens hilft Spitzwegerich ebenfalls. Durch die Einnahme von Spitzwegerich-Saft werden diese Entzündungen bekämpft und die Beschwerden gelindert.

Dürfen Kinder Spitzwegerich verwenden?

Spitzwegerich ist ein reines Naturheilmittel, von dem kaum Nebenwirkungen bekannt sind. Daher ist die sachgerechte Anwendung von Spitzwegerich bei Kindern kein Problem. Im Handel ist sogar Spitzwegerich-Hustensaft und Tee mit Spitzwegerich für Kinder erhältlich. Wichtig sind die dosierte Anwendung und die genaue Beobachtung des Kindes, ob es zu Nebenwirkungen kommt.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Verwendung?

Spitzwegerich ist eine reine Naturheilpflanze und besitzt damit kaum Nebenwirkungen. Bei Überempfindlichkeiten oder bei einer Überdosierung kann es in Einzelfällen zu Durchfall und Magenbeschwerden kommen. Hierbei handelt es sich jedoch um seltene Nebenwirkungen, die nicht zwangsläufig auftreten müssen.

Wie wird Spitzwegerich angewendet?

Kenner der Heilpflanze können sie an ihren typischen Orten selbst sammeln und für die Anwendung bei äußeren Verletzungen verarbeiten. Präparate für die innere Anwendung sollten nicht selbst zubereitet werden, da es hier zu Überdosierungen kommen kann. In diesem Fall kann Spitzwegerich in Form eines Sirups bei Erkrankungen der Atemwege in Apotheken und Drogerien erworben werden.

Spitzwegerich kann auch als Tee eingenommen werden. Dieser Tee ist in allen gängigen Drogerien, Reformhäusern und Apotheken erhältlich. Bei umfangreichen Kenntnissen der Zubereitung kann der Tee auch selbst zubereitet werden.

Bei Verletzungen der Haut kann Spitzwegerich auch als Tinktur oder als Bestandteil einer Salbe angewendet werden. Auch diese Präparate können frei in Apotheken erworben werden. Als Naturheilmittel sind sie nicht verschreibungspflichtig.

Teuer sind Präparate mit Spitzwegerich nicht. Für 10 Gramm getrockneten Spitzwegerich werden gerade mal 0,79 Euro fällig. Da zur Zubereitung von Spitzwegerich-Tee oder Tinktur nur wenig Spitzwegerich notwendig ist, ist der Kauf der Heilpflanze recht günstig.

Auch Medikamente mit Spitzwegerich liegen in einem moderaten Bereich. Hustensaft mit Spitzwegerich kostet in der Apotheke zwischen drei bis fünf Euro.

Ist die Wirkung von Spitzwegerich wissenschaftlich belegt?

Wissenschaftlich bzw. ärztlich belegt ist die Wirkung von Spitzwegerich bisher nicht. Die genannten Wirkungsweisen beruhen auf Erfahrungen von Anwendern der Pflanze und Heilpraktikern.

Vor einiger Zeit befasste sich eine Gruppe an der Universität Würzburg mit der Wirkungsweise von Spitzwegerich. Im Rahmen der Untersuchung stellte die Forschungsgruppe zahlreiche Wirkungsweisen wie die Linderung von Halsschmerzen, Linderung des Hustenreizes sowie eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung fest.

Fazit zum Spitzwegerich

Spitzwegerich ist ohne Zweifel ein wirkungsvolles Naturpräparat, das vor allem bei Erkrankungen des Rachen- und Mundraums sowie der Atemwege eine hervorragende Wirkung zeigt. Aufgrund der guten Verträglichkeit kann Spitzwegerich auch von Kindern eingenommen werden.

Spitzwegerich kommt in Europa recht häufig vor und ist damit eine gute und günstige Alternative zu herkömmlichen pharmazeutischen Erzeugnissen. Auch die Herstellung der Tees und Tinkturen ist einfach. Spitzwegerich kann damit einfach selbst zubereitet und verwendet werden.