Auf die Gesundheit

Selen als Nahrungsergänzung

Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Auch Selen wird als Nahrungsergänzung angeboten und soll vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen. Allerdings sagen neuste Studien aus, dass Selen als Nahrungsergänzungsmittel nicht nur wirkungslos sei, sondern dass Selen-Präparate auch noch krebserregend sein können.

Schon im Jahr 2013 wurde durch das unabhängige wissenschaftliche Netzwerk „Cochrane Collaboration“ eine Untersuchung präsentiert, die in ihrem Ergebnis zeigte, dass Selen als Nahrungsmittelergänzung keinerlei positive Effekte im Hinblick auf die Herzgesundheit erzielen kann. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass sich mithilfe von Selen Nahrungsergänzungsmitteln keine Herz-Kreislauferkrankungen präventiv behandeln lassen. Darüber berichtete auch schon Stiftung Warentest.
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Vor allem Männer sollten Vorsicht walten lassen

DAZ online berichtet, dass insbesondere Männer, bei denen kein tatsächlicher Mangel diagnostiziert wurde, auf Nahrungsmittelergänzungen verzichten sollten, die Selen oder Vitamin E enthalten. Bei entsprechenden Tests, wurden bei Probanden, eine Zunahme des Prostatakarzinoms festgestellt.

Selen wird vom Körper nur in sehr geringen Mengen benötigt. Diese Untersuchung zeigt wieder einmal, dass nicht nur ein Mangel schädlich für die Gesundheit sein kann, sondern auch eine Überdosierung.

Bedarf an Selen wird meist durch Nahrung ausreichend gedeckt

Im Falle von Selen ist meistens keine zusätzliche Versorgung notwendig, da der Körper durch eine ausgewogene Ernährung meist ausreichend versorgt wird. Selen findet sich etwa in Fisch und Meeresfrüchten aber auch in Milch und Gemüse ist da Spurenelement enthalten. Wer das Gefühl hat, dass er nicht genügend Selen mit der Nahrung aufnimmt, der sollte einen Arzt konsultieren und keine Selbstmedikation durchführen.

Von einer Unterversorgung mit Selen sind insbesondere Veganer betroffen. Eine zusätzliche Gabe von Selen könnte bei Menschen die an einer Schilddrüsenerkrankung leiden oder aber künstlich ernährt werden, sinnvoll sein. Allerdings empfiehlt sich auch in diesen Fällen vorab ein Gespräch mit dem behandelnden Mediziner zu führen.