Auf die Gesundheit

Penispumpe bei Penisverkrümmungen

Leidet ein Mann unter einer Penisverkrümmung oder Penisdeviation, so kann diese entweder von Geburt an bestehen oder im Laufe des Lebens erworben worden sein. Von der erworbenen Variante sind normalerweise Männer ab dem 45. Lebensjahr betroffen, bis heute ist nicht bekannt, was die Ursachen dafür sind. In der Regel wird man versuchen, die Erkrankung mit Medikamenten aufzuhalten, nur bei sehr ausgeprägtem Befund und starken Beschwerden kommt eine Operation in Betracht.

Was ist eine Penisverkrümmung?

Die Penisverkrümmung kann sich ganz unterschiedlich zeigen, denn es sind Krümmungen zu einer Seite, nach oben oder unten möglich. Sofern es sich um einen angeborenen Defekt handelt, zeigt das Glied in der Regel nach unten, im erigierten Zustand ist es dann nach vorne gekrümmt. In diesem Fall liegt ein Fehler im Erbgut vor, nicht selten ist die Deviation noch mit anderen Störungen im Bereich des männlichen Geschlechtsorgans gekoppelt. Bei einer erworbenen Penisverkrümmung ist die Deviation normalerweise nach oben, eher selten ist der Schwellkörper zur Seite geneigt.

In den meisten Fällen ist die Verkrümmung nicht sehr stark ausgeprägt, allerdings muss man mit einer Verstärkung rechnen, und auch das Entstehen von Schmerzen bei einer Erektion ist nicht ausgeschlossen. Es gibt jedoch auch Patienten, bei denen die Penisverkrümmung sogar spontan wieder verschwindet. Handelt es sich allerdings um die angeborene Deviation, so ist mit Veränderungen des Zustands eher nicht zu rechnen. Die Ursachen für die Penisverkrümmung sind nicht eindeutig geklärt, Rauchen, Alkohol, das Alter, Bluthochdruck und einige Medikamente können das Risiko erhöhen. Als Ursachen kommen neben Unfällen auch Stoffwechselstörungen in Frage.

Die Symptome der Penisverkrümmung

Zu Beginn der Erkrankung wird man beim Tasten an der Oberseite des Penisschaftes knotige Verhärtungen entdecken, die auch als Plaques bezeichnet werden. Die Größe der Knoten kann ganz unterschiedlich ausfallen, die Entwicklung schreitet innerhalb von Wochen oder Monaten voran. Das Bindegewebe vermehrt sich auf gutartige Weise, und diese so genannte Fibrose sorgt dann für die Verkrümmung, deren Ausmaß bei Erektion ersichtlich wird.

Bei leichter Ausprägung sollten keine Probleme entstehen, nur bei einer starken Verkrümmung kann es zu Schmerzen beim Sex kommen, auch die Erektion kann vermindert sein. Je nachdem, wo die Plaques sitzen, kommt es zu Nervenschäden durch Einschnürungen, das verursacht eine Erektionsschwäche und Taubheit an der Eichel.

Der Urologe wird nach der Anamnese den Penis abtasten und die Stärke der Verkrümmung beurteilen. Eventuell muss der Patient den erigierten Penis von oben fotografieren, außerdem sind Untersuchungen per Ultraschall, der Magnetresonanztomographie oder der Computertomographie möglich.

Die Behandlung der Penisverkrümmung

Allgemein gültige Empfehlungen für die Behandlung der Penisdeviation gibt es bisher nicht, allerdings sind einige Therapien sehr vielversprechend. Bei einer angeborenen Penisverkrümmung kann nur eine Operation helfen, bei der erworbenen Variante gibt es hingegen verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung.

Spezielle Medikamente können die entzündlichen Veränderungen im Bereich des Penis bekämpfen, so wird eine Vergrößerung und Ausweitung der Plaques unterdrückt. Aus diesem Grund ist die medikamentöse Behandlung immer so früh wie möglich einzuleiten, wahlweise in Form von Spritzen in den Schwellkörper oder die Einnahme von Tabletten. Dem Patient muss jedoch klar sein, dass der Zustand damit nicht rückgängig gemacht werden kann, nur eine Verschlimmerung kann verhindert werden.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer Penispumpe, wie zum Beispiel Phallosan Forte, mit deren Hilfe Zug am männlichen Geschlechtsorgan entsteht. Die Pumpe wird täglich bis zu acht Stunden angewendet, dann hat das Bindegewebe die Möglichkeit, sich zu regenerieren, die Verkrümmung kann gemildert werden. Zusätzliche Infos zum Thema Penispumpen findet man auch auf http://www.medizinische-penispumpen.de/.

Der letzte Ausweg ist dann die Operation, die nur in schweren Fällen und bei großem Leidensdruck in Frage kommen sollte. In diesem Fall muss man davon ausgehen können, dass sich der Zustand nicht verschlechtert. In vielen Fällen ist die Penisverkrümmung für die Patienten eher ein Problem psychischer Natur, während sich die wirklich körperlichen Beschwerden in Grenzen halten. Hier muss der behandelnde Arzt deshalb immer gut abwägen, wie er bei der Behandlung vorgeht.