Auf die Gesundheit

Der Mutterpass – Basis der Gesundheit von werdenden Müttern

Im Mutterpass, ein Dokument das jede Schwangere von ihrem Gynäkologen erhält, werden alle wichtigen Daten rund um die Schwangerschaft festgehalten. Es sind unter anderem Informationen zur Blutgruppe und dem Rhesusfaktor der Mutter enthalten, da so eine eventuelle Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind rechtzeitig erkannt werden kann. Diese kann vorliegen, wenn die Mutter zum Beispiel rhesus-negativ und das Kind rhesus-positiv ist und die Mutter Antikörper gegen das Blut des Kindes entwickelt. Bei einer solchen Kombination werden der Mutter Anti-D-Globuline verabreicht, welche eine Antikörperbildung unterbinden.

Im Mutterpass wird ebenfalls das Ergebnis eines sogenannten Röteln-HAH-Tests eingetragen. Mit Hilfe dieser Methode wird festgestellt, ob die Mutter bereits einen ausreichenden Immunschutz gegen Röteln (durch eine Impfung oder eine frühere Infektion) aufgebaut hat. Diese Information ist für werdende Mütter sehr wichtig, denn wenn sie im Verlauf der Schwangerschaft an Röteln erkranken, kann dies zu Missbildungen beim Kind führen. Durch den HAH Test wird der Antikörper-Titer (Anzahl an Antikörper gegen Röteln) bestimmt. Liegt dieser unter 1:16 geht man davon aus, dass die Patientin sich bei einem an Röteln Erkrankten anstecken würde.

Sowohl eine Clamydien- als auch eine Syphilis-Infektion der Mutter Infektion können das Kind schädigen. Dementsprechend werden Schwangere auch auf diese Erreger getestet.

In Absprache mit dem Arzt kann auch ein HIV-Test gemacht werden. Dieser Test wird aber nur mit Zustimmung der Mutter gemacht und im Mutterpass wird das Ergebnis nicht vermerkt. Dennoch ist der Test sinnvoll, da sich das Virus bei der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen kann. Die Krankenkasse übernimmt hierfür die Kosten.

Auch auf Toxoplasmose kann nach Absprache getestet werden. Diese Krankheit wird durch nicht ganz durchgebratenes Fleisch oder durch Katzenkot übertragen und muss vom Erkrankten nicht unbedingt bemerkt werden. Eine Ansteckung während der Schwangerschaft kann allerdings zu großen Schäden an Gehirn und Augen des Kindes führen. Dieser Test wird nur bei guter Begründung durchgeführt und von den Krankenkassen bezahlt. Ansonsten muss man selbst die Kosten tragen.

Die allgemeine Krankengeschichte der Schwangeren wird ebenfalls analysiert und gegebenenfalls werden Verhaltensempfehlungen gegeben und über eventuelle Risiken aufgeklärt. Auch dies wird im Mutterpass vermerkt.