Auf die Gesundheit

Liebstöckel – Eine schmackhafte Alternative zu Maggi

Maggi ist ein beliebtes Würzmittel, das sich vor allem in Suppen größter Beliebtheit erfreut. Es gibt jedoch auch ein Kraut, das genauso duftet und schmeckt wie Maggi, dabei aber auch noch gesund ist. Der sogenannte Liebstöckel wird aufgrund seines Geschmacks und Geruchs auch als Maggikraut bezeichnet. Bereits wenn man die Blätter pflückt, duftet es herrlich nach Maggi. Das köstliche Aroma ist jedoch intensiver, wenn man die Blätter zerreibt.

Welche Zutaten enthält Maggi?

Frischer, aber auch getrockneter Liebstöckel duftet intensiv nach Maggi. Aber ist das Gewürz überhaupt in dem beliebten Würzmittel enthalten? Nein! In dem flüssigen Gewürz ist kein Liebstöckel enthalten. Aber woraus besteht Maggi dann? Pflanzliches Eiweiß, Wasser, Weizen und Weizenproteine, Salz, Zucker, Aromastoffe und Geschmacksverstärker wie Mononatriumglutamat machen den Geschmack von Maggi aus.

Es lässt sich nicht abstreiten, dass Maggi sehr gut schmeckt. Den gleichen Geschmack kann man jedoch auch auf völlig natürliche Weise mit Liebstöckel bekommen. Das Kraut ist ein schmackhaftes und gesundes Küchengewürz, das unter vielen Namen bekannt ist. So wird es unter anderem als Maggikraut, Liebstöckle, Gichtstock, Levestock, Badkraut, Liebrohr, Liebstengel, Gebärmutterkraut, Rübestöckel, Luststock, Nusskraut und Wasserkräutel bezeichnet.

Welche Teile vom Liebstöckel werden verwendet?

Vom Liebstöckel werden die Blätter und die Stiele verwendet. Was nur wenige wissen ist, dass die Samen des Krauts auch verwendet werden können. Die Samen geben Suppen, Kräuterquark und Frischkäse eine salzige würzige Note. In der Pharmakologie werden häufig die Wurzel und die Samen verwendet.

Gegen welche Beschwerden hilft Liebstöckel?

Liebstöckel kurbelt den Stoffwechsel an, wodurch es insbesondere auf den Magen-Darm-Bereich positive Wirkungen hat. Das Kraut hilft gegen Verdauungsprobleme. Liebstöckel kann als Tee genossen werden. Auch wenn er mit heißem Wasser gebrüht wird, verliert es seine wertvollen, heilenden Inhaltsstoffe nicht. Liebstöckel ist ein hervorragendes Mittel gegen Blähungen. Gleichzeitig wirkt es auf die weiblichen Fortpflanzungsorgane unterstützend und heilend.

Liebstöckel wirkt entkrampfend und beruhigend auf den Körper. Nicht zuletzt aus diesem Grund wirkt Liebstöckeltee sehr gut gegen Menstruationsbeschwerden. Vor der Geburt kann das Gewürz Wehen erträglicher machen. Der Tee sollte jedoch nicht während der Schwangerschaft genossen werden, sondern zum Ende der Schwangerschaft.

Liebstöckel ist außerdem eine Wunderwaffe gegen Atemwegserkrankungen. Bei Erkältungssymptomen lindert das Kraut Halsschmerzen und Hustenreiz sowie Ohrenschmerzen. Bei Fieber sollte jedoch auf das Gewürz verzichtet werden, da es das Fieber ansteigen lassen könnte.

Liebstöckel wirkt antiseptisch. Furunkel, Ekzeme und Wunden heilen besser ab, wenn man eine Tinktur oder Badezusätze mit Liebstöckel verwendet.

Das beliebte Küchengewürz hilft bei vielfältigen Beschwerden und Krankheiten so zum Beispiel auch bei Rheuma, Gicht, Magenschmerzen und Magensäuremangel.

Liebstöckel bei psychischen Beschwerden

Nicht nur der Körper profitiert vom Liebstöckel, sondern auch die Psyche. Bei Nervosität oder bei starker Abmagerung wie bei einer Magersucht, verhilft das Kraut zu mehr Ruhe und wirkt einer Abmagerung entgegen.

Bisher gibt es leider noch keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirkung von Liebstöckel belegen. Allerdings sind Forscher auf das Kraut aufmerksam geworden. Das beliebte Maggikraut wird zum Beispiel im Garten der Goethe-Universität in Frankfurt angebaut.

Anwendung von Liebstöckel

Liebstöckel lässt sich auf vielfältige Weise anwenden. Er ist eine beliebte Zutat für Kräuterdips und Suppen. Hierfür können die frischen Blätter und die getrockneten Samen verwendet werden. Liebstöckel hat ein sehr kräftiges Aroma, weshalb man ihn vorsichtig dosieren sollte. Speisen könnten sonst schnell überwürzt schmecken. Ob Saucen, Fisch- oder Fleischgerichte oder Eintöpfe, Liebstöckel ist sehr vielseitig einsetzbar. Sehr beliebt sind auch die kandierten Stängel des Krauts. Die Samen schmecken hervorragend in Brot und Gebäck.