Auf die Gesundheit

Kaffee – gesund oder ungesund?

Egal, ob gemütlich zu Hause, unterwegs oder im Büro: Kaffee gehört für viele Menschen zum absoluten Muss des Tages. Einige behaupten sogar, ohne Kaffee nicht leben zu können. Nach vielen Diskussionen um die Wirkung von Kaffee auf die Gesundheit, stellten Forscher jetzt fest, dass Kaffee in geringen bzw. normalen Maßen kaum der Gesundheit schadet. Neuere Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Kaffee gesund ist. Forscher aus den USA und Singapur bestätigten in einer Auswertung von 36 Studien, dass Menschen, die drei bis fünf Tassen Kaffee am Tag trinken, seltener einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleiden, als Nicht-Kaffeetrinker und Kaffeetrinker, die mehr als fünf Tassen am Tag trinken. Auch die Zahl der Diabeteserkrankungen, Erkrankungen des degenerativen Nervensystems und der Leber ist bei Kaffeetrinkern geringer, als bei Nicht-Kaffetrinkern.

Doch wie sieht es mit der Wirkung von Koffein wirklich aus? Können Menschen mit einer Koffein-Unverträglichkeit trotzdem Kaffee trinken und hilft Espresso tatsächlich bei einer Koffein-Unverträglichkeit? Wie viel Tassen pro Tag sind gesund und sollte auf den Konsum von Kaffee geachtet werden?

Positive Wirkungen bei Stoffwechselerkrankungen

Kaffee wirkt nicht nur entwässernd, was besonders bei Menschen mit nicht krankhaften Wassereinlagerungen ein positiver Effekt ist. Das Getränk beeinflusst auch bestimmte Stoffwechselerkrankungen und neurologische Erkrankungen positiv.

Bei bestimmten Krankheiten kann Kaffeekonsum sogar vorbeugend wirken. So bewies eine australische Studie, dass bereits drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag das Risiko senken, an Diabetes zu erkranken.

Es gibt außerdem Anzeichen dafür, dass Kaffee die Elastizität der Blutgefäße positiv beeinflusst und somit Schlaganfälle und Herzinfarkte seltener auftreten. Kaffeetrinker erkranken auch seltener an der Leber und leiden seltener unter Alzheimer und Parkinson. Das heißt nicht, dass Kaffeetrinker nicht an degenerativen Erkrankungen des Nervensystems leiden. Kaffee senkt das Risiko allerdings um ein Vielfaches, daran zu erkranken. Allerdings zeigt auch entkoffeinierter Kaffee dieselbe Wirkung. Offenbar hat nicht Koffein die positive Wirkung, sondern vielmehr die Inhaltsstoffe, die sich im Kaffee befinden.

Sicher ist: Kaffee macht tatsächlich munter – solange keine Gewöhnung eingetreten ist. Bei Kaffee verhält es sich wie mit normalen Drogen. Bei regelmäßigen Konsum kann Kaffee süchtig machen. Durch den Genuss wird das Belohnungszentrum im Hirn aktiviert, was bei einem Verzicht auf Kaffee durchaus zu einem Gefühl des Entzugs führen kann.

Trotzdem ist Vorsicht geboten. Ist der Körper daran gewöhnt, drohen bei einem Entzug des Kaffees Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen. Bei einem zu hohen Koffein-Konsum kann es zu Herzrasen, Schlaflosigkeit und Herzryhtmusstörungen kommen. Aus diesem Grund stand Kaffee lange in dem Ruf, gesundheitsschädlich zu sein.

Forscher vermuten, dass es sich bei Koffein um ein Dosisgift handelt. Das heißt, dass Koffein in geringen bzw. normalen Dosen gut für den Körper ist, in zu hohen Mengen aber schädlich für den Körper ist.

  • Kaffee wirkt entwässernd – ein Plus bei nicht krankhaften Wassereinlagerungen
  • Positiver Einfluss auf bestimmte Stoffwechselerkrankungen und neurologische Erkrankungen
  • Kaffee kann Diabetes vorbeugen
  • Kaffee beeinflusst positiv die Elastizität von Blutgefäßen -> weniger Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Kaffeetrinker erkranken seltener an der Leber
  • geringeres Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen
  • Kaffee entfaltet durch die Inhaltsstoffe, nicht durch das Koffein seine Wirkung
  • Kaffee kann süchtig machen und Entzugserscheinungen verursachen

Kaffeeunverträglichkeit:  Sind Giftstoffe im Kaffee enthalten?

Einige Menschen behaupten, Kaffee nicht zu vertragen. Dabei handelt es sich um eine typische Unverträglichkeit, die den Alltag massiv beeinflussen kann. Menschen mit einer Koffein-Unverträglichkeit leiden nach dem Genuss von Kaffee häufig an Übelkeit, Magenkrämpfen, Durchfall, Schweißausbrüchen sowie Kreislaufbeschwerden mit Schwindel und Kopfschmerzen.

Bei manchen Menschen hilft es bereits, Kaffee ohne Koffein zu trinken. Andere wiederum vertragen Latte Macchiato durch die Milch sehr gut. Wer allerdings unter einer Laktoseunverträglichkeit leidet, sollte darauf verzichten oder auf Laktosefreie Milch zurückgreifen.

Instantkaffee soll ebenfalls helfen. Allerdings gilt auch hier, dass jeder Mensch anders darauf reagiert.

Experten empfehlen, bei einer Kaffee-Unverträglichkeit auf Filterkaffee zu verzichten und stattdessen Espresso zu trinken. Nicht ohne Grund. Bei einem Espresso wird eine relativ kleine Menge Kaffee extrahiert und stammt aus stark gerösteten, leichter bekömmlichen Kaffeebohnen. Durch die höhere Menge wasserlöslicher Bestandteile gelangen auch weniger Reizstoffe in das Getränk.

  • Menschen mit Kaffee-Unverträglichkeiten leiden an einer Koffein-Unverträglichkeit
  • geringere Mengen, Instantkaffee oder Espresso können dabei helfen, trotz Unverträglichkeit Kaffee zu trinken

Und wie viel Kaffee ist nun gesund?

Wie bereits eingangs erwähnt, empfehlen Ärzte und Experten, übermäßigen Kaffeegenuss zu vermeiden. Optimal ist eine Menge von drei bis fünf Tassen am Tag. Wer sich irgendwann nur noch von Kaffee ernährt, tut seinem Körper nichts Gutes. Daher gilt auch hier: In Maßen genießen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Extreme Kaffeetrinker entziehen durch die entwässernde Wirkung von Kaffee ihrem Körper jede Menge Flüssigkeit, die ausgeglichen werden muss. Zwar kommt über die tägliche Nahrung Flüssigkeit in den Körper, aber das reicht nicht, um den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten. Es kann zu Dehydrationserscheinungen bis hin zum Kreislaufzusammenbruch kommen. Wer viel Kaffee trinkt, sollte daher auf einen Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts kommen.

  • Kaffee entwässert -> der Flüssigkeitshaushalt muss durch Flüssigkeit ausgeglichen werden
  • drei bis fünf Tassen pro Tag sind optimal