Auf die Gesundheit

Die Goji Beere – ein Superfood

Die Goji-Beere gehört bereits seit Jahrtausenden zur traditionellen chinesischen Medizin. Die Bocksdornfrucht oder auch Glücksbeere aus Tibet, China und der Mongolei ist eine wahre Quelle an allen wichtigen Vital- und Nährstoffen. Solche Früchte werden aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte auch als Superfood bezeichnet. D. h. sie enthalten Vitalstoffe, antioxidative Phytonährstoffe und essentielle Fettsäuren und decken damit den natürlichen Bedarf eines Menschen.

Allein 50 Gramm Goji-Beeren decken die Hälfte des täglichen Eisenbedarfs. Auch der Vitamin-A, -B- und -C und – E-Gehalt kann sich sehen lassen. Darüber hinaus enthält die Superfrucht 21 wichtige Spurenelement.

Was kann die Goji-Beere?

Aufgrund des hohen Nährstoffgehalts besitzt die Goji-Beere auch eine stärkende und heilende Wirkung. Die Kombination an Phytonährstoffen und Antioxidantien versorgt nicht nur das Nervensystem mit allen Notwendigen. Auch die Augen werden durch die Wirkstoffe der Goji-Beere gestärkt und gefördert. Die Goji-Beere besitzt sogar so eine gute Wirkung, dass sie der Makuladegeneration (eine häufige Augenkrankheit) vorbeugt.

Das Immunsystem profitiert ebenso von den Vitalstoffen der Goji-Beere. In Goji-Beeren sind Polysaccharide enthalten, die das Immunsystem nachweislich stärken. Sie aktivieren die T-Lymphozyten (Abwehrzellen des Immunsystems) und stärken so das Immunsystem gegen Viren und Krebs.

Polysaccharide versorgen zusätzlich menschliche Darmbakterien mit Energie. Dadurch wir die Verdauung angeregt und ein regelmäßiger Stuhlgang gefördert. Das wiederum wirkt sich positiv, d. h. entgiftend, auf die Darmschleimhaut aus. Schädliche Fäulnis- und Gärprozesse, Pilzinfektionen und damit chronische Darmentzündungen werden verhindert. In Asien werden Goji-Beeren wegen ihrer guten Wirkung gegen Entzündungen oft als Therapiebestandteil gegen Asthma, Krebs, Allergien, Morbus Crohn, Arthritis und chronischen Schmerzen eingesetzt.

Goji-Beeren für mehr Leistungsfähigkeit

Die in Goji-Beeren enthaltenen Polysaccharide unterstützen nicht nur die Darmtätigkeit. Sie fördern auch die Leistungsfähigkeit – nicht nur bei Sportlern. Sie unterstützen den Transport von Stoffwechsel-Abfällen, wie sie beim Sport auftreten. Dadurch wird ein Muskelkater verhindert, der oxidative Stress in der Muskulatur reduziert und damit die Leistungsfähigkeit erhöht.

Sie besitzen außerdem eine große Menge an sekundären Pflanzenstoffe, die die Ausschüttung von Wachstumshormonen fördern. Zusätzliche Wirkung zur Ausschüttung der Wachstumshormone zeigen die in den Beeren enthaltenen Aminosäuren L-Glutamin, L-Arginin und Kalium. Ein regelmäßiger Verzehr der Goji-Beere kann damit zu mehr Ausdauer, Fitness und Stressresistenz führen. Doch wie sieht es mit den Gesundheitsrisiken aus?

Goji-Beere – wie gesund ist sie wirklich?

Eine Studie besagte Ende des 19. Jahrhunderts, dass Goji-Beeren den Wirkstoff Hyoscyamin enthalten. Damit wurden die Beeren anfangs fälschlicherweise als giftig eingestuft. Inzwischen wurde diese Studie widerlegt. Pharmakologische Untersuchungen ergaben, dass die Beere nur geringe Spuren Hyoscyamin enthalten und damit nicht toxisch wirkt.

Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, müssen bei der Einnahme von Goji-Beeren vorsichtig sein. Goji-Beeren stehen in dem Ruf, blutverdünnend zu wirken. Das kann verheerende Wirkungen haben. Diese Menschen sollten vor der Einnahme von Goji-Beeren Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten.

Ebenso gefährdet sind Menschen mit Frucht-Allergien. Sie sollten erst geringe Mengen probieren, bevor sie Goji-Beeren in größeren Mengen einnehmen.

Fazit: Für gesunde Menschen ist die Wirkung der Goji-Beere eher heilend, als schädlich. Wer sich nicht sicher ist, ob er zu einer Risikogruppe gehört, sollte mit seinem Arzt reden.

Goji-Beeren in den Alltag integrieren

Goji-Beeren können in den täglichen Ernährungsplan integriert werden. Als eine der gesündesten Früchte überhaupt unterstützt sie auf natürliche Weise die menschliche Gesundheit.

Die gesunden Früchte sind getrocknet, gekocht oder roh genießbar. Sie sind auch in Pulverform erhältlich. In China wird die Frucht vorwiegend roh, getrocknet oder gekocht gegessen. In Europa ist die getrocknete Form eher herkömmlich. So kann die Goji-Beere als unauffällige Zutat in viele Speisen integriert werden.

Durch ihren Geschmack passt sie wunderbar zu Müslis, Gebäck und zu Süßspeisen. Sie kann auch als Beilage von Fisch- und Geflügel-Gerichten verwendet werden. Als getrocknete Frucht kann die Goji-Beere auch nebenbei verzehrt werden.

Eine gute Möglichkeit als Nahrungsergänzung durch die Goji-Beere gilt die Tee-Variante. Goji-Beeren können mit heißem Wasser aufgebrüht und als Tee getrunken werden. Noch wirksamer ist die Variante mit Alkohol, bei der die Goji-Beeren für acht Wochen in hochprozentigem Alkohol eingelegt werden. Die Wirkung von Alkohol sollte beim Genuss allerdings berücksichtigt werden.

Ein Wort zum Schluss

Goji-Beeren wurde früher nachgesagt, sie wären ein Wundermittel zum Abnehmen. Wie sich inzwischen gezeigt hat, ist die Frucht nicht selbst für einen zusätzlichen Abnehmeffekt bekannt. Vielmehr eignet sie sich eher als Nahrungsergänzungsmittel bei Diäten.

Die Frucht versorgt den Körper mit lebensnotwendigen Vitaminen, Aminosäuren, Spurenelementen und Antioxidantien und sorgt dafür, dass der Stoffwechsel in Schwung kommt. Das wiederum hat eine positive Wirkung in der Diät. Zusätzlich sorgen die in der Goji-Beere enthaltenen Ballaststoffe für ein stetiges Gefühl der Sättigung.

Wird die Goji-Beere als Zwischenmahlzeit genossen, steigt der Blutzuckerspiegel nicht ganz so stark an, wie bei Lebensmitteln mit vielen Kohlenhydraten. Die schädlichen Heißhungerattacken bleiben damit aus.

Wird Kraftsport bzw. ein Muskelaufbau betrieben, füllt die Goji-Beere die leeren Eiweiß-Speicher wieder auf. Damit wird das Energielevel gleichmäßig hoch gehalten und die Leistungsfähigkeit gesteigert.

Die Goji-Beere fördert damit nicht zwangsläufig den Abnehmerfolgt. Sie unterstützt aber Diäten auf natürliche und gesunde Art und Weise.