Auf die Gesundheit

Ist Ghee gesünder als Butter?

Frauen in Okinawa werden durchschnittlich 86 Jahre alt und Männer 78 Jahre alt. Damit liegen sie weit über dem Durchschnittsalter von Menschen aus anderen Ländern. Was ist das Geheimnis der Menschen aus Okinawa. Warum werden sie so alt? Warum können sie bis ins hohe Alter sogar noch Sportarten wie Karate ausüben? Das Geheimnis liegt in der ayurvedischen Medizin, genauer gesagt im sogenannten Ghee.

Was ist Ghee?

Als Ayurveda Medizin wird eine ganzheitliche Behandlungsmethode bzw. Lebensführung verstanden. Yoga-Übungen und eine spezielle und vor allem natürliche Ernährung, sorgen dafür, dass die Menschen in Okinawa so alt werden.

Ghee ist ein spezieller Butterschmalz, der sehr gut zum Braten von Lebensmitteln geeignet ist. Der Rauchpunkt liegt erst bei 205 °C. Somit ist es auch zum Frittieren geeignet. Ghee ist die Basis vieler Ayurveda Gerichte. Der ayurvedische Butterschmalz ist sehr gesund. Er ist reich an gesättigten Fettsäuren. Ghee ist zu fast 100 Prozent pures Fett. 29 Prozent davon sind einfach gesättigte Fettsäuren und 4,6 Prozent sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Der Rest teilt sich auf Wasser, Cholesterin, und die fettlöslichen Vitamine A, D und E sowie auf Carotin auf.

Ghee enthält kaum Wasser. Dadurch ist es sehr lange haltbar. Ungekühlt hält es sich etwa 9 Monate und gekühlt bis zu 15 Monate.

Welche Wirkung hat Ghee?

Wie kann dieser Butterschmalz so gesund sein, wo er doch überwiegend gesättigte Fettsäuren enthält? Diese stehen in Verdacht Herzinfarkte und Schlaganfälle zu begünstigen. Dies soll jedoch ein langgehegter Irrtum sein. Laut einer Studie aus dem Jahr 2008, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, sollen Menschen, die mit der Nahrung wenig Kohlenhydrate und viele gesättigte Fettsäuren aufnehmen, gesünder leben, als Menschen die überwiegend fettarm aber dafür kohlenhydratreich essen.

Ghee hat viele positive Wirkungen auf den Körper. Es verstärkt zum Beispiel die Wirkung von Heilpflanzen und wirkt außerdem entzündungshemmend. Das Butterschmalz kann auf die Haut aufgetragen werden, um Entzündungen zu lindern. Aber auch innerlich eingenommen, wirkt es Entzündungen entgegen.

Ghee senkt Entzündungswerte

Aus einer Studie aus dem Jahr 2010 ging hervor, dass Patienten, die über einen Zeitraum von 7 Tagen täglich 60 ml Ghee einnahmen, ihre Entzündungswerte um 25 Prozent senken konnten. Aus diesem Grund wird Ghee auch erfolgreich gegen entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis und Morbus Crohn eingesetzt.

Das Fett ist zudem in der Lage, freie Radikale zu binden. Diese können die Entstehung von Krebs, Diabetes mellitus und Arteriosklerose begünstigen. Ghee bindet Toxine, wodurch die Leber und die Galle entlastet werden.

Der Körper ist stets Schadstoffen ausgesetzt, die durch die Umwelt oder mit der Nahrung aufgenommen werden. Ghee bindet diverse Schadstoffe wie Cadmium, Blei und verschiedene chemische Verbindungen wie PCB und DDT. Das Butterfett unterstützt den Körper dabei, die Schadstoffe schneller auszuscheiden.

Das Gehirn benötigt Fett, um effizient arbeiten zu können. Ghee wirkt sich positiv auf das Gedächtnis aus.

Ghee hat eine positive Wirkung auf die Haut. So ist es kaum verwunderlich, dass das Butterfett Bestandteil von Salben gegen Hornhaut ist. Es unterstützt die Wundheilung, unter anderem bei Verbrennungen und wirkt verjüngend. Auch an den Augen kann es zu Hornhaut kommen, was sehr schmerzhaft ist. Hier kann Ghee Abhilfe schaffen.

Selbst für die Zähne kann das Butterschmalz Gutes tun. Eine Ölziehkur mit Ghee sorgt für die Entgiftung des Körpers, lindert Zahnfleischerkrankungen und Karies. Hierfür wird das Ghee für etwa 20 Minuten im Mund gelassen und durch die Zähne gezogen.

Ghee ist darüber hinaus ein ideales Mittel gegen Verstopfung. Mit etwas warmem Wasser vermischt regt es die Verdauung an und wirkt abführend. Dem Darm wird es außerdem erleichtert, die Wirkstoffe von Heilkräutern aufzunehmen. So können Heilkräuter noch besser wirken. Gewöhnliche Butter hat diese positiven Eigenschaften leider nicht.