Auf die Gesundheit

Gesund alt werden – fit bis ins hohe Alter

Menschen werden immer älter. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Lebenserwartung stetig verlängert. Gestiegenes Einkommen, Frieden, bessere Ernährung, medizinischer Fortschritt und ein höhere Lebensstandard beeinflussen dabei wesentlich die gestiegene Lebenserwartung. Senioren sind heute viel gesünder, agiler und selbstbewusster, als früher. Krankheiten und Altersgebrechlichkeit lassen sich wesentlich durch die Lebensgewohnheiten beeinflussen. Viele Senioren können dadurch ein hohes Alter mit geistiger und körperlicher Gesundheit erreichen.

Bewegung tut gut

Bewegung fördert die Gesundheit. Sie fördert die Beweglichkeit und trainiert Knochen und Muskeln. Durch den Muskelaufbau können Krankheiten wie Osteoporose unterstützt werden.

Das muss nicht immer der Sport in Gemeinschaft sein. Alltägliche Tätigkeiten wie Treppensteigen oder das Spazierengehen können in das “Sportprogramm” eingebaut werden. Ein 30-minütiger Spaziergang mehrmals in der Woche – vielleicht bei Arztbesuchen oder beim Einkauf – genügen, um den Blutdruck zu senken und das Gewicht zu reduzieren.

Auch der Sport in der Gruppe kann fördernd sein. Der Kontakt mit Gleichaltrigen beugt nicht nur der Vereinsamung vor. Er hält auch den Geist gesund. Vor allem Wandern ist eine gute Möglichkeit, um Osteoporose vorzubeugen. Durch den Bewegungsablauf wird die Bildung neuer Zellen angeregt.

Viel trinken – oft im Alter vergessen

Das Trinken wird im Alter oft vergessen. Nur, wer genügend Flüssigkeit aufnimmt, hat eine gesunde Verdauung und besitzt einen wacheren Verstand. Das müssen nicht immer Wasser oder Tee sein. Flüssigkeit wird auch über Obst, Suppe und Brühe in den Körper aufgenommen. Wichtig ist die regelmäßige Aufnahme von Flüssigkeit – egal, in welcher Form. Fruchtsäfte sollten allerdings mit Vorsicht genossen werden. Sie enthalten einen hohen Zuckeranteil – vor allem im Alter ein Nachteil. Eine Alternative sind Gemüsesäfte oder frisches Obst.

Mit Schlafen älter werden

Wissenschaftler haben es längst bewiesen: Schlaf ist nach wie vor die beste Erholung. Ausreichender und vor allem regelmäßiger Schlaf fördert die Gesundheit und das seelische Wohlbefinden. Feste Schlafzeiten und das Entfernen von Störquellen wie Fernseher oder Radio sorgen für einen gesunden und erholsamen Schlaf.

Senioren, die an Schlafstörungen leiden, sollten bis zum müde werden lesen, anstatt Schlafmittel zu sich zu nehmen. Synthetische Schlafmittel schädigen die Leber und können zur Abhängigkeit führen.

Gesund essen – regelmäßig essen verlängert das Leben

Die Nachrichten sind voll mit Schreckensmeldungen von verseuchten Lebensmitteln und Gammelfleisch. Frisch zubereitetes Essen ist nach wie vor gesünder, als Fertigessen. Bio-Nahrungsmittel sind natürlich empfehlenswerter, als Lebensmittel aus dem Supermarkt. Aufgrund der hohen Altersarmut ist das nicht für jeden Rentner erschwinglich.

Wichtig ist ein abwechslungsreiches und vor allem regelmäßiges Essen. Dazu gehören viel Obst und Gemüse, zwei Mal in der Woche Fleisch und Fisch und viel Trinken. Mediterrane Kost ist dabei besonders zu empfehlen.

Eine große Rolle spielen die Essenszeiten. Regelmäßiges Essen zu festen Zeiten steigert nicht nur das Wohlbefinden. Es gibt auch den Tagestakt vor.

Geistig fit bleiben

Das Gehirn ist wie ein Muskel. Um geistig fit zu bleiben, muss es ständig trainiert werden. Das Lösen von Kreuzworträtseln oder Denksportaufgaben gehört ebenso dazu, wie das Treffen mit Freunden, verreisen, das Pflegen von Hobbys und der regelmäßige Austausch – sei es über das Internet oder per Post. So bleibt das Gedächtnis in Übung und beugt der Altersvergesslichkeit vor.

Zufrieden im Alter erhöht die Lebenserwartung

Wer kennt sie nicht, die ewig nörgelnden Rentner? Dabei raubt Unzufriedenheit die Energie, die dringend für eine glückliche Seele notwendig ist.

Positiv denken heißt die Lösung. Wer immerzu über das Negative nachdenkt, wird nicht nur seelisch verkümmern. Er raubt auch dem Körper Energie und damit Lebensfreude und die Kraft, den Körper fit zu halten.

Natürlich ist es schwer, positiv denkend alt zu werden. Körperliche und geistige Defizite machen traurig und führen bei nicht wenigen Menschen zu Depressionen.

Denken Sie an Ihre gesunden, funktionierenden Teile und versteifen Sie sich nicht auf das, was nicht mehr funktioniert. Nutzen Sie vielmehr das, was Sie noch haben und versuchen Sie, das so lange wie möglich zu erhalten. So haben Sie mehr vom Leben und bleiben länger geistig und körperlich fit.

Die Selbstheilungskräfte und das Immunsystem stärken

Das Immunsystem wird im Alter schwächer. Umso wichtiger ist es, die Selbstheilungskräfte und damit das Immunsystem zu stärken. Gänge in die Sauna, Sport, Kneipp-Kuren bzw. Wechselfußbäder und Bürstenmassagen stärken das Immunsystem.

Auch der regelmäßige Aufenthalt an der frischen Luft – Sommer wie Winter – stärkt das Immunsystem. Durch den Wechsel von kalter und warmer Luft hält der Körper dem wechselnden Wetter besser stand und wehrt Krankheitserreger erfolgreicher ab. Aufgrund des schwächeren Immunsystems sollten Senioren die Grippeschutzimpfungen in den Wintermonaten nutzen. Vor allem ältere Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sterben häufig an der Saison-Krankheit.

Regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen nutzen

Oft unterschätzt und trotzdem wichtig: Die meisten Krankenkassen bieten ab einem bestimmten Alter regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für Senioren zum Erkennen alterstypischer Krankheiten wie Osteoporose, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs an. Senioren sollten diese Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig nutzen. Nur eine früh erkannte Krankheit kann erfolgreich behandelt werden. So steht einem langen Leben in guter geistiger und körperlicher Gesundheit nichts im Wege.