Auf die Gesundheit

Fahrradfahren für Einsteiger – Tipps und Tricks für den Sommer

Der Sommer ist da. Die Sonne scheint und das Wetter lädt zum Aufenthalt in der freien Natur ein. Die Zeit der Bewegung an der frischen Luft ist angebrochen.

Wer nicht spazieren oder joggen möchte, findet im Fahrrad das perfekte Fortbewegungsmittel an schönen Sonnentagen. Doch Achtung! Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad. Bei einem Neukauf eines Fahrrads ist die Beratung durch einen Experten unumgänglich. Nur so ist auch der Spaß am Radfahren garantiert.

Welches Fahrrad passt zu mir?

Die Vielfalt an Fahrrädern ist inzwischen unüberschaubar geworden. Neben den bekannten City-Fahrrädern für den Stadtverkehr, finden sich auch Mountainbikes, Trekking-Bikes, Rennräder, Cruiser, E-Bikes und Cross-Räder im Fahrradhandel – ein unübersichtliches Angebot für Laien. Doch nicht jedes Fahrrad ist für jeden Radfahrer geeignet.

Mit dem City-Fahrrad zum Einkauf

Wer nur wenige Einkäufe zu erledigen hat und ansonsten das Fahrrad für vorwiegend kurze Strecken in der Stadt nutzt, ist mit dem City-Fahrrad sehr gut beraten. Häufig besitzen diese Räder einen Fahrradkorb, in dem sich der Einkauf gut verstauen lässt. Für längere Strecken in der Natur ist dieses Fahrrad nur wenig geeignet. Durch die geringe Anzahl der Gänge – meist nur bis 9 Gänge – gestalten sich längere Touren als anstrengend.

Mountainbikes & Crossbikes – im wilden Ritt die Natur erobern

Mountainbikes und Crossbikes eignen sich für den Einsatz in Natur und Stadt. Durch die breiten Reifen, der flexiblen Federgabel und der Gangschaltung mit bis zu 30 Gängen fühlen sie sich vor allem im Gelände wohl. In der Regel sind diese Räder sehr leicht und einfach zu handeln. Wer gern durchs Gelände rast oder lieber Waldwege für seine Touren nutzt, ist mit diesen Rädern gut beraten. Bei nassen Wetter empfiehlt sich die Verwendung von ansteckbaren Schutzblechen.

Mit dem Trekking-Rad auf große Tour

Trekking-Räder sind robuste Räder mit Vollausstattung, d. h. Licht, Gepäckträger und Seitenständer. Durch den Gepäckträger und dem robusten Rahmen ist es möglich, Fahrradtaschen mitzuführen und so längere Touren zu machen. Die Reifen dieser Räder sind für den Einsatz in Stadt und Land ausgelegt. Trekking-Räder sind die perfekten Fahrräder für Radwanderer mit Faible für Übernachtungstouren.

Rennrad für den sportlichen Ehrgeiz

Wer vorwiegend auf asphaltierten Strecken unterwegs sein und sportlichen Ehrgeiz ausleben möchte, findet im Rennrad das perfekte Fahrrad. Die sehr leichten Räder mit ultradünnen Reifen sind in der Grundausstattung minimalistisch gehalten und eignen sich nur für den Einsatz auf festem Untergrund. Rennräder sind nicht für den Einsatz im Straßenverkehr zugelassen, da sie weder Licht noch Klingel besitzen.

E-Bikes – ideal fürs Bergland

E-Bikes liegen im Trend. Immer häufiger bevölkern diese Räder die Radwege. E-Bikes sind vor allem im Bergland eine gute Hilfe, wenn dann doch mal die Puste ausgeht. Auch hier gibt es inzwischen eine große Auswahl von E-Bikes und Pedelecs, sodass der Gang ins Geschäft für die richtige Wahl unvermeidlich ist.

Cruiser – für die coolen Biker

Cruiser sind die coolen Räder unter den Fahrrädern. Diese Bikes fallen durch die betont lässige Fahrhaltung des Bikers, breite Reifen und auffällige Designs auf. Für lange Touren sind diese Räder allerdings nicht geeignet. Es sind eben Cruiser zum Cruisen.

Wie berechne ich die richtige Rahmengröße?

Die Rahmenhöhe berechnet sich aus der Schrittlänge. Je nach Schrittlänge ist eine andere Rahmenhöhe notwendig, um Gelenkschmerzen und körperliche Schäden zu vermeiden.

Die Schrittlänge ermittelt sich aus der Länge der Beininnenseite bis zur Fußsohle. Für ein Rennrad multiplizieren Sie diese Schrittlänge mit 0,665. Bei einem Trekkingbike verwenden Sie den Faktor 0,66. Der ermittelte Wert ist die Rahmenhöhe in Zentimeter.

Alternativ kann die Rahmenhöhe anhand der Körpergröße ermittelt werden. In Tabellen zur Berechnung von Rahmenhöhen kann dann die erforderliche Rahmenhöhe abgelesen werden. Allerdings ist diese Methode nicht sehr genau.

Welcher Sattel ist der Richtige?

Auch der Sattel spielt eine wichtige Rolle. Passt der Sattel nicht richtig, wird der Ritt auf dem Drahtesel zur Tortur.

Räder besitzen genormte Fahrradsattel. Da jeder Mensch einen anderen Abstand zwischen den Sitzknochen besitzt, sind auch die Fahrradsattel individuell. Bei einem perfekten Fahrradsattel sitzt der Hintern direkt auf Polsterung.

Wer allein den Sitzabstand ausmessen möchte, benötigt nur ein Stück weicher Wellpappe. Beim Draufsetzen auf diese Pappe wird das weiche Material eingedrückt. Es bleiben Spuren zurück, die ausgemessen den Sitzabstand ergeben.

Frauen, die häufig längere Touren fahren, sollten auf Fahrradsattel mit einem Schlitz zurückgreifen. Durch die Bewegung und die daraus resultierende Feuchtigkeit im Schambereich kommt es gerade im Sommer zu Infektionen des Unterleibs. Ein Fahrradsattel mit Schlitz reguliert die Luftzufuhr und verhindert eine Stauung von Wärme und Feuchtigkeit.

Bei Wind und Wetter unterwegs – die richtige Kleidung macht’s

Die richtige Kleidung ist das A und O bei längeren Radtouren. Empfohlen wird in der Regel Multifunktionskleidung, die den Körperschweiß von Innen nach Außen transportiert und ein Auskühlen des Körpers verhindert. Je nach Witterung sind kurze oder lange Radhosen, ein Radtrikot und eine atmungsaktive Windjacke empfehlenswert. An regnerischen Tagen schützen Regenhose, Regenjacke und Schuhüberzieher vor einem Durchnässen der Kleidung. Sind Fahrten an verregneten Tagen geplant, empfiehlt sich zusätzlich das Tragen von festen Schuhen mit Profilen, da bei Trekking- oder City-Rädern sonst ein Abrutschen der Füße von den Pedalen und damit ein Sturz droht.

Für einen besseren Schutz des Kopfes darf der Helm nicht fehlen. Da das Radfahren im Sommer unter Helm sehr unangenehm werden kann, sollte beim Kauf des Helms darauf geachtet werden, dass die Lüftungsschlitze nicht zu schmal sind. Sonst kommt es zu einer Stauung der Wärme und damit zur übermäßigen Bildung von Feuchtigkeit. Im Winter bietet sich zum Schutz vor Kälte eine Unterhelmmütze an.

Sicheren Schutz bietet der Helm nur, wenn er richtig passt. Er muss Stirn und Schläfen bedecken, ohne zu drücken. Locker darf er auch nicht sitzen, da sonst bei Unfällen das Risiko einer Verletzung besteht.

Um wunde Hände durch das Schwitzen am Lenker zu vermeiden, sollten Kurzfinger-Handschuhe getragen werden. Die Polsterung an der Handfläche verhindert ein Wundreiben der Haut durch Schwitzen und Reibung und garantiert ein verletzungsfreies Fahren.