Auf die Gesundheit

Diagnose Morbus Bechterew

Bei Morbus Bechterew, auch als Spondylitis ankylosans bekannt, ist eine Wirbelsäulenerkrankung gemeint. Die Krankheit betrifft auch das Becken und die Beckenverbindung. Aber auch andere Teile des Skeletts, sogar Gelenke oder Sehnenansätze können von der Krankheit betroffen sein. Das typischste Merkmal von Morbus Bechterew ist, dass dabei Knochengewebe zerstört wird. Das passiert durch einen Umbauprozess. Gleichzeitig werden an anderer Stelle sogenannte Knochenanhängsel gebildet, die die Ursache für die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit sind. Im Becken- und Rückenbereich bilden sich Entzündungen, diese verknöchern die Gelenke zwischen der Wirbelsäule. Schmerzen und eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit sind die Folge. In Deutschland leiden zwischen 100.000 und 150.000 Personen an Morbus Bechterew.
[showads ad=googleadsense]

Ursachen der Bechterew-Krankheit

Die Gründe, warum Personen von Morbus Bechterew betroffen sind, ist bislang noch nicht ganz geklärt. Sicher ist jedoch, dass die Bechterew-Krankheit genetisch bedingt ist. Es liegt eine Fehlfunktion des Immunsystems vor. Bei fast allen Betroffenen wurde ein Protein namens HLA-B27 gefunden. Das ist ein Erbmerkmal, das auch bei gesunden Personen vorhanden ist. Es kommt vermehrt bei Menschen vor, die an Morbus Bechterew leiden. Daher ist es ein Hinweis auf eine Vererbung der Krankheit. Das Protein hat innerhalb des Immunsystems eine wichtige Aufgabe, nämlich Bakterien einzuschließen. So eingeschlossen werden sie von den Abwehrzellen als Eindringlinge erkannt. Bei den Bakterien handelt es sich um solche, die Durchfall oder Harnwegsinfekte auslösen. Die Abwehrzellen können den Krankheitserreger, der vom Immunsystem eingeschlossen wird, nicht vernichten, eine chronische Entzündung ist die Folge.

Diagnose und Therapie bei Morbus Bechterew

Um eine gesicherte Diagnose zu stellen, ist es notwendig, dass der Arzt eine Entzündung in den sogenannten Iliosakralgelenken nachweist. Er hält das Kreuzbein fest, gleichzeitig überstreckt er das Becken. Wenn der Patient dabei Schmerzen verspürt, liegt bei ihm eine Bechterew-Krankheit vor. Die Therapie erfolgt durch die Gabe von Medikamenten, die von einer Physiotherapie begleitet wird. Als Medikament bekommt der Patient nicht-steroidale Antirheumatika oder Kortison verabreicht. Zusätzlich wird Bewegung dringend empfohlen, um die Mobilität zu erhalten. Durch die Unterstützung eines Physiotherapeuten, der dem Patienten Übungen zeigt, die er zu Hause regelmäßig durchführen muss. Nur selten ist eine Operation notwendig. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, lässt sich aber gut behandeln, sodass der Patient meistens beruflich tätig sein kann.