Auf die Gesundheit

Cholera – gefährliche Darmerkrankung

Die Cholera und die Pest galten als die Geißel Gottes. Die Pest ist inzwischen besiegt, jedoch die Cholera stellt immer noch ein Problem dar. Häufig tritt sie in Ländern auf, in denen das Trinkwasser verseucht ist. Auslöser für die Cholera ist ein Bakterium, das sich Vibrio colerae nennt. Man findet es in Fäkalien und schmutzigen Wasser. Die Cholera hat eine relativ kurze Inkubationszeit, schon 2 bis 3 Tage nach der Infektion treten die ersten Symptome auf. Die Krankheit verläuft in 3 Etappen.

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Symptome von Cholera erkennen

Die erste Etappe beginnt mit einem Brechdurchfall, der Stuhl enthält schleimige Flocken, wird daher als Reiswasserstuhl bezeichnet. Bereits jetzt ist die Gefahr einer Austrocknung des Körpers gegeben, da der Patient keine Flüssigkeit bei sich behalten kann. Wird die erste Stufe nicht gleich behandelt, kommt es zur 2. Phase. Dabei trocknet der Körper extrem aus. In der letzten, der 3. Phase leidet der Patient unter Verwirrtheit und ist benommen. Diese Symptome entstehen durch den eklatanten Flüssigkeitsmangel. Die Gefahr besteht, dass der Patient ins Koma fällt. Komplikationen, wie Lungenentzündung oder eine Sepsis, also eine Blutvergiftung können bei Cholera hinzukommen.

Behandlung von Cholera

In erster Linie ist es wichtig, dass der Patient mit Flüssigkeit versorgt wird. Das geschieht mit Infusionen, die Glukose und Salzwasserlösung enthalten. Durch die Glukose bekommt der Patient Zucker zugeführt, eine Infusion mit Kochsalzlösung gibt dem Körper die verlorenen Elektrolyte zurück. Da ein Bakterium Auslöser von Cholera ist, wird eine Antibiotikatherapie begonnen. Die Behandlung kann nur im Krankenhaus erfolgen, da der Patient unter Quarantäne gestellt werden muss, um eine Ansteckung gesunder Personen zu vermeiden. Nach ausgeheilter Krankheit scheidet der Betroffene noch über Monate die Bakterien aus. Eine gewisse Zeit ist der Patient gegen Cholera immun. Vorbeugen kann man Cholera, indem man sich vor Urlaubsantritt impfen lässt. Der Impfschutz wirkt allerdings nur 6 Monate und bietet nur einen 50%igen Schutz. Hygiene am Urlaubsort ist besonders wichtig, eine antibakterielle Seife oder Lösung sollte für das Waschen der Hände verwendet werden. Für das Waschen von Obst muss das Wasser abgekocht werden, um die Bakterien zu töten. Als Alternative kann Mineralwasser aus Flaschen verwendet werden.