Auf die Gesundheit

Bürogymnastik

Zeitdruck, Leistungsdruck, tausend Telefonate und stundenlanges Schreiben, Ihre Rückenmuskulatur hat im Büro viel zu leiden. Denn Sitzen und schmerzhafte Verspannungen nehmen Ihnen nicht nur die wichtige Lebensfreude, sondern führen zu dauerhaften Schmerzen, Müdigkeit und schlimmstenfalls zu Deformierungen und Verschleiß.

Dagegen kann eine schnelle und leicht zu erlernende Bürogymnastik helfen. So machen Sie sich munter und fit für die zweite Tageshälfte, fühlen sich leistungsfähiger und weniger blockiert. Ihre Arbeit geht Ihnen besser von der Hand und Sie fühlen sich weniger gestresst. Abgesehen davon, dass Sie sich für Ihre Zukunft gesund halten.

Soll man der traditionellen chinesischen Medizin glauben, so hat der Bereich um die Wirbelsäule eine sehr viel größere Bedeutung als nur Knochen, Muskeln und Sehnen. Was in der westlichen Medizin rein physiologisch als wichtigster Bestandteil und Stütze des Körpers betrachtet wird und höchstens noch Bedeutung hat, weil wichtige Nerven zwischen den Wirbelkörpern austreten, ist im Osten einer der wichtigsten energetischen Zentren des menschlichen Körpers.

Denn rechts und links der Wirbelsäule verlaufen die beiden Hauptstränge des Blasenmeridians, der mit allen anderen Energiebahnen des menschlichen Körpers in Zusammenhang steht. Der komplette Energiefluss verläuft über diese Energieautobahn. Denn ein ungehinderter Energiefluss ist die Grundlage einer ausgeglichenen Gesundheit, und zwar auf allen Ebenen des Seins. Rein physiologisch genauso wie mental und energetisch. Kein Wunder, dass dem blockadefreien Rücken eine besonders große Bedeutung beigemessen wird. Gesundheitsbewegungen, wie man sie im Kung Fu und im Chi Gong kennt, sind deswegen in Ostasien sehr populär. Sie müssen jedoch keine Kampfkunst erlernen, um gesund und fit zu bleiben, mit ein paar täglich durchgeführten Bewegungen schaffen Sie schon einen riesigen Unterschied.

Dabei können Sie die Büromöbel als Hilfsgeräte verwenden, um die Übungen optimal auszuführen. Den Auftakt können Sie zum Beispiel mit einem leichten Schulterkreisen setzen. Setzen Sie sich hierfür aufrecht auf die vordere Kante Ihres Bürostuhls und lassen die beiden Arme an den Seiten nach unten hängen. Drehen Sie nun gleichzeitig beide Schultern sanft in eine Richtung, nach fünf Drehungen ändern Sie die Richtung.

Im Anschluss ziehen Sie die Schultern so fest Sie können nach oben und halten sie dort für etwa fünf Sekunden, danach lassen Sie sie entspannt nah unten sinken und verharren dort für etwa 20 Sekunden. Versuchen Sie der folgenden Entspannung nachzuspüren. Wiederholen Sie das Ganze mindestens fünfmal.

Danach lassen Sie Ihren Oberkörper komplett auf die Oberschenkel herab sinken, wobei die Arme locker zu Boden gleiten. Auch der Kopf darf sich entspannt zwischen die Knie fallen lassen. Verharren Sie in dieser Position für etwa 30 Sekunden und richten sich danach wieder auf. Wiederholen Sie diese Übung zwei Mal.

Nun gehen Sie wieder mit dem Oberkörper nach vorne auf die Oberschenkel, nehmen aber die Hände hinter dem Rücken zusammen. Bringen Sie nun die Arme gestreckt hinter dem Rücken nach oben, soweit Sie dies schmerzfrei können. Diese Übung sollten Sie fünfmal wiederholen.

Nachdem Sie sich nun wieder aufgerichtet haben, nehmen Sie die Hände in die Hüfte. Verlagern Sie nun Ihr Gewicht weich auf eine Seite und heben die andere Hüftseite soweit es geht an. Die Schulterpartie bewegt sich dabei nicht. Verlagern Sie danach das Gewicht auf die andere Seite und heben wiederum die Hüfte an. Wiederholen Sie diese Übung mindestens fünf Mal.

Um Gleichgewicht und Haltung zu schulen, stellen Sie sich aufrecht mit schulterbreiten Beinen hin. Heben Sie nun das rechte Bein so an, dass der Oberschenkel waagerecht und das untere Bein senkrecht nach unten hängt. Zählen Sie auf fünfzehn und versuchen dabei nicht zu wackeln. Danach kommt die andere Seite dran. Führen Sie diese Übung 3-5 Mal durch.

Stellen Sie sich nun so an die Kante Ihres Schreibtisches, dass Sie sich gut mit den Händen an der Platte abstützen können. Die Beine stehen schulterbreit und Sie stellen sich auf die Zehen, so hoch Sie können. Verharren Sie in dieser Position, bis Sie auf zehn gezählt haben, und stellen sich danach auf die Fersen, ohne dass die Zehen den Boden berühren. Jetzt zählen Sie wieder bis zehn, bevor Sie wieder auf die Zehen wechseln. Diese Übung zehnmal durchführen.

Zum Abschluss marschieren Sie etwa eine Minute lang auf der Stelle. Nehmen Sie dabei die Knie schön in die Luft und schwingen die Arme im Gleichklang mit.

Nun sind Sie fit und entspannt genug, um der zweiten Hälfte des Arbeitstages ruhig und energiegeladen zu begegnen. Ihr Gehirn erhält mehr Sauerstoff und ist leistungsfähiger. Sie fühlen sich weniger blockiert und verspannt.