Auf die Gesundheit

Bindehautentzündung – Was hilft wirklich?

Die Bindehautentzündung, auch Konjunktivitis genannt, wird hauptsächlich durch Bakterien hervorgerufen, manchmal sind auch Viren die Ursache, warum man an einer Bindehautentzündung leidet. Die Bindhaut ist eine feuchte und durchsichtige Schleimhaut am Auge. Zusammen mit den Augenlidern und den Tränen, funktioniert sie als Vorrichtung, um das Auge zu schützen. Eine Bindehautentzündung, die ansteckend ist, ist meldepflichtig. Umgangssprachlich wird diese Form auch als Augengrippe bezeichnet.
[showads ad=googleadsense]

Ursachen und Symptome einer Bindehautentzündung

Ausgelöst wird die Bindehautentzündung durch Viren, die sich auf Handtüchern, Händen oder anderen Gegenständen befinden können. Kommt man damit in Berührung und reibt sich danach die Augen, werden die Viren von der Hand ins Auge übertragen. Dort verbreiten sie sich, es kommt zur Bindehautentzündung. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 8 und 9 Tagen. Erst wird das Auge nur rot, später dann beginnt die Bindehaut anzuschwellen. Ein Starker wässriger und schleimiger Ausfluss gehört zu den Symptomen der Bindehautentzündung. Es kann bei einer Bindehautentzündung auch zum Anschwellen der Lymphknoten im Bereich des Unterkiefers oder des Ohres kommen. Der Patient fühlt sich matt, so als hätte er eine Grippe. Erst treten die Beschwerden nur an einem Auge auf, erst einige Tage später erkrankt das andere Auge an der Bindehautentzündung. Eine Bindehautentzündung muss sofort behandelt werden, da es zu Spätfolgen, zum Beispiel einer Hornhauttrübung kommen kann. Diese schädigt die Sehkraft auf Dauer.

Diagnose und Behandlung der Bindehautentzündung

Die Diagnose Bindehautentzündung ist durch den Augenarzt leicht zu stellen, da die Symptome typisch sind. Im Rahmen einer Epidemie nimmt der Arzt zusätzlich einen Abstrich, um den Erreger festzustellen. Behandelt wird die Bindehautentzündung nur durch Linderung der Symptome. Augentropfen dienen als Ersatzmittel für die Tränen, kalte Umschläge lindern den Schmerz und wirken abschwellend. Da es sich bei der Bindehautentzündung um eine hoch ansteckende Krankheit handelt, muss sie gemeldet werden. Augenärzte müssen Patienten, die an einer Bindehautentzündung leiden, gesondert von den anderen Patienten warten lassen. Um andere Personen nicht anzustecken, muss der Patient ca. 14 Tage krankgeschrieben werden. Er darf erst wieder zur Arbeit, bzw. Kinder in die Schule oder den Kindergarten, wenn der Augenarzt sein o.k. dazu gibt. Hygiene ist in dieser Zeit besonders wichtig. Regelmäßiges Händewaschen ist notwendig, genauso dürfen die Handtücher nicht gemeinsam verwendet werden.

Bindehautentzündung bei Kindern

 
Kinder erkranken oft an einer Bindehautentzündung. Es ist schwierig zu unterscheiden, ob die Bindehautentzündung bei Kindern durch Viren oder Bakterien, oder durch äußere Reize verursacht wird. Ebenso kann die Bindehautentzündung bei Kindern durch Pilze ausgelöst werden. Ist man sich nicht sicher, wodurch die Bindehautentzündung bei Kindern hervorgerufen wurde, so sollte man das Kind nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen lassen. Der Augenarzt klärt ab, um welche Form der Bindehautentzündung es sich bei dem Kind handelt. Bei Kindern ist zu beobachten, dass sie, wenn sie an einer Bindehautentzündung leiden, sehr lichtempfindlich sind. Das Tragen einer Sonnenbrille wird daher empfohlen. Behandelt wird die Bindehautentzündung bei Kindern mit Augentropfen oder einer Augensalbe. Dabei hat Hygiene oberste Priorität. Das Kind muss sich mehrmals täglich die Hände waschen, Eltern, die das Kind behandeln, müssen das ebenso tun, um nicht selbst daran zu erkranken. Durch die Behandlung heilt die Bindehautentzündung bei Kindern schnell ab, Spätfolgen oder Komplikationen sind nicht zu erwarten.

Hausmittel bei Bindehautentzündung

Ein Hausmittel, das bei Bindehautentzündung Linderung bringt und die Schwellung nimmt, ist Quark. Dazu wird ein Baumwolltuch mit kühlem Wasser ausgespült. Dann gibt man ca. 100 Gramm kühlen Quark in das Tuch und bindet es zu einem Beutel. Diesen Beutel legt man für ca. 30 Minuten auf die geschlossenen Augen. Ein Heilkraut, dessen Name schon alles über seine Wirkung sagt, ist der Augentrost. Daraus bereitet man einen Tee, und benetzt damit ein sauberes Tuch. Damit wird der Schorf vom Auge gewischt. Auch die Ringelblume ist ein Hausmittel, das bei Bindehautentzündung gut hilft. Eine Kompresse aus Ringelblumentee wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Man kann aber auch auf pflanzliche Augentropfen zurückgreifen, um die Bindehautentzündung zu heilen. Die Heilkräuter, die bei Bindehautentzündung helfen, sind Augentrost, Gartenraute und auch das Schöllkraut. Diese Kräuter bekommt man in der Apotheke, fertig als Augentropfen zu kaufen.